Donnerstag, 13. September 2012

Meine Zeit in Kanada - Erfahrungsbericht

Als abschließenden Post hier noch mein Erfahrungsbericht, den ich für meine Orgnisation verfassen musste!:)

Mein Name ist Anne, ich bin 16 Jahre alt und am 31. Januar diesen Jahres sollte es für mich losgehen – das Abenteuer meines Lebens.
Noch einen Tag vor meiner Abreise, war von Aufregung kaum eine Spur, doch als es für mich früh am Morgen in Frankfurt losgehen sollte, wurde mir doch etwas komisch zumute. Trotzdem überwog die Vorfreude auf meine spannende Zeit in Kanada.

Ich flog gemeinsam mit einigen weiteren ISP-Schülern über Toronto nach Winnipeg. Dort angekommen hatten wir eigentlich kaum Zeit, um uns auf unsere Familien vorzubereiten, denn schon schnell trafen wir auf sie. Als ich die Rolltreppe herunterfuhr, sah ich sie schon von weitem freudig winken – meine Gastmama, Joanne, und meine zwei Gastschwestern, Andrea (19, Mexiko) und Kelly (18, China). Die beiden hatten ein Willkommensplakat mit den Worten „Welcome to Canada, Anne Franke“ gebastelt und ich wurde herzlich umarmt, sodass ich mich gleich als Teil der Familie gefühlt habe. Zuhause angekommen lernte ich noch meine kanadische Gastschwester, Bronwyn, kennen.

Meine erste Woche verlief leider ein wenig anders als geplant. Ich war krank, meine Gastschwestern mussten in die Schule, um ihre Examen zu schreiben und meine Gastmutter musste arbeiten, sodass ich hauptsächlich allein zu Hause war. Das erste Heimweh kam auf und ich wäre am liebsten in den nächsten Flieger nach Hause gestiegen.
Sobald die Schule jedoch auch für mich losging, war davon nicht mehr die Rede.
Ich lernte gleich am ersten Tag all die anderen „International Students“ kennen, welche ich später zu meinen engsten Freunden zählte. Mein Stundenplan sah wie folgt aus:

Period A: Family Studies
Period B: Maths
Period C: Home Economics
LUNCH
Period D: Geography (integrated)
Period E: English Language Arts (integrated)

Schule in Kanada unterscheidet sich grundsätzlich von der in Deutschland. Pro Semester (5 Monate) wählt jeder Schüler fünf Unterrichtsfächer, in denen er dann jeden Tag unterrichtet wird.
Die Schule hat für mich morgens um 8:30 Uhr mit „Oh Canada“ begonnen. Alle Schüler blieben beim Anspielen der Hymne dort stehen, wo sie sich gerade befanden und hörten auf zu reden, was mich persönlich total beeindruckt hat. Eine Unterrichtsstunde dauerte an meiner Schule 68 Minuten und zwischen den einzelnen Stunden hatten wir gerade einmal vier Minuten Pause, um die Räume zu wechseln.
Was mir an dem kanadischen Schulleben jedoch am besten gefallen hat, war das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler, welches geradezu freundschaftlich war. Lehrer umarmten ihre Schüler, sprachen auf dem Flur wie Kumpels mit ihnen über private Angelegenheiten oder Freizeitaktivitäten und hatten auch sonst immer ein offenes Ohr. Außerdem erhielt unsere Klasse jeden Freitag in Period  E ein Eis, Chips, Schokolade oder Ähnliches.
Aber auch das Verhältnis zwischen den Schülern war besonders herzlich. Jeder wurde akzeptiert, so wie er war. Ganze zweimal erschienen sogar Schüler in Schlafanzughose zur Schule. Ich muss zugeben, ich habe ganz schön blöd geguckt, als es mir auffiel!
Schulschluss war täglich um 15:30 Uhr.

Mit dem Englisch hatte ich in der Schule, gerade in family studies und home economics, vorerst einige Anlaufschwierigkeiten. Ich musste mich sehr konzentrieren, damit ich inhaltlich alles verstehen konnte, doch nach schon einer Woche blieb mein Wörterbuch zu Hause. Mein Vokabular und auch meine Aussprache haben sich schon in den ersten Wochen deutlich und merkbar verbessert und schon nach zwei Monaten fing ich an auf Englisch zu träumen und zu denken, womit ich eines meiner Ziele erreicht hatte.

Meine Freizeit habe ich überwiegend selbst gestalten dürfen. Es gab wenige Hausaufgaben, sodass ich mich nach der Schule meistens mit Freunden traf, um Shoppen zu gehen, Filme zu sehen oder später auch den Pool auszunutzen. Am Wochenende unternahmen wir dann gelegentlich Dinge mit unserer Familie. Wir fuhren zum Beispiel in die Art Gallery, an den Winnipeg Beach, nach Downtown, einkaufen  etc.
Am Ende meines Aufenthaltes erfüllten Joanne und ihr Freund, Dennis, mir noch meinen langersehnten Wunsch, in die USA zu fahren. Wir starteten früh am Morgen, gemeinsam mit meiner Freundin Hannah (Deutschland). Unser Ziel war das kleine Grand Forks in North Dakota. Leider war unser Aufenthalt nur relativ kurz,  jedoch haben wir die Zeit sinnvoll genutzt – wir waren shoppen!

Das Wetter in Winnipeg war einfach nur ein Traum! Ich hatte Glück und habe den wärmsten Winter miterlebt, an den die Leute sich erinnern konnten. Wobei man über die Definition von „warm“ auch streiten kann,  denn eine Nacht hatten wir eiskalte -48°C.
Auch sonst war es für meine Verhältnisse unglaublich kalt, morgens sind meine Wimpern regelmäßig eingefroren und es gab Tage, an denen ich es nicht länger als fünf Minuten draußen aushielt. Trotzdem denke ich gerne an diesen Winter zurück, da es für mich eine völlig neue Erfahrung war.
Der Sommer, den ich zum Teil noch miterleben durfte, war das komplette Gegenteil. Wir hatten wochenlang 30°C im Schatten, sodass man es ohne Pool und Klimaanlage nur schwer aushalten konnte. Meine Gastfamilie besaß glücklicherweise beides.

Zusammenfassend war meine Zeit in Kanada einfach nur unbeschreiblich aufregend und ereignisreich. Ich bereue es kein Stück, dass ich mich damals für Kanada entschieden habe und kann nur jedem, der ins Ausland möchte, raten, dass er dies tut!
Sicherlich gibt es Momente, in denen man nur noch nach Hause möchte, aber die gehen genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind. Am Ende Eurer Zeit seid Ihr nicht nur um viele Erfahrungen reicher, sondern habt außerdem eine „zweite“ Familie am anderen Ende der Welt und Freunde rund um den Globus verteilt.
Ich habe in den vergangenen fünf Monaten viel über mich selbst, als auch über andere Personen, gelernt und bin an der Herausforderung – auf sich selbst gestellt zu sein – unheimlich gewachsen.
http://www.give-highschool-erfahrungsberichte.de/kanada/manitoba/annekathrin_franke_berichtet_von_der_oak_park_high_school__winnipeg_manitoba__kanada/

Samstag, 7. Juli 2012

Graduation, meine letzten Tage und die Heimreise

Inzwischen sind schon wieder vier Tage vergangen, seit ich nach Hause gekommen bin!
Meine letzten Tage in Kanada waren stressig und bis in die letzte Minute geplant, sodass ich wenig Zeit zum Schreiben fand! Am Mittwoch meiner letzten Woche fand eine kleine Abschiedspoolparty inklusive 'bonfire' bei mir statt. Megan, Marc, Heather, Marc, Vittorio, Hannah, Marie und später auch Caspar waren da und alles in Allem war es ein gelungener Abend!
 Donnerstag den 28.6. fand dann die Graduation der Oak Park High School statt. Mittags habe ich erst einmal mit Hannah und Marie das Deutschland-Italien - Spiel gesehen. Für die folgende Frustation war allerdings wenig Zeit, da Marie und ich uns für das 'dinner' der Graduation fertig machen musten. Nachdem Marie's Kleid noch gerissen ist und die Nerven schonmal total blank lagen, hatten wir auch noch unseren ersten Streit - nicht zu gering! Naja, eine halbe Stunde später haben wir schon wieder darüber gelacht. Mein Zimmer war allerdings das reinste Chaos, als wir es verließen! Dann ging es los ins 'Victoria Inn', ein Hotel, in dem das 'dinner' und die darauffolgende Party, auch 'safe grad' genannt, stattfinden sollten. Alle Mädchen trugen total schöne, bodenlange Kleider und hatten die aufwendigsten Hochsteckfrisuren! Dann ging es auf die Suche nach Andrea, mit der ich an einem Tisch sitzen sollte. Außerdem waren noch ihre leiblichen Eltern, Irene und deren Gastfamilie und Enrico mit an unserem Tisch. Am Anfang wurden noch ein paar Reden gehalten und dann ging das Festmahl auch schon los! Zuerst gab es eine Käsesuppe, gefolgt von einem Salat. Anschließend gab es 'chicken', Zuccini und Kartoffelpuree. Das 'dessert' bestand aus einem Schokokuchen (mein Favorit des Abends :D ). Das Essen war eigentlich ganz gut, nur viiiel zu viel! Das ganze zog sich über ca. drei Stunden hin. Danach haben sich alle Grads umgezogen und der Raum wurde in einen Partysaal umgestaltet. In diesem befand sich ein Buffett (als hätten wir nicht schon genug gehabt), eine Bar, Tische und Stühle (warum auch immer), eine Tanzfläche mit DJ und gefühlte hundert Lehrer und Security-Leute! Deswegen auch SAFE Grad! Am Anfang war die Party ein wenig lahm, doch je später der Abend wurde und je mehr die Leute intus hatten, desto besser wurde auch die Stimmung. Die Tanzfläche füllte sich nach und nach. Die ganze Party ging bis morgens um 4 Uhr und war auch zusammenfassend sehhr gut! Am Ende mussten die Eltern kommen und ihre "kids" abholen! Dabei mussten sie noch ein Formular unterschreiben, niemand konnte die Party alleine verlassen. So bestand keine Gefahr, dass betrunkene Schüler noch Auto fahren oder sonstige Dinge passieren. Bis wir (Joanne, Marie und ich) das Hotel verlassen hatten, war es schon morgens um 5 und bis ich im Bett war morgens um 6 Uhr. Am nächsten Tag habe ich dann mehr oder weniger bis nachmittags geschlafen! Am Abend fand bei Marie dann noch ein Abschiedsbarbeque statt. Der folgende Tag sollte dann mein letzter sein. Am Morgen musste ich mit Marie nochmal in den Polo Park, um für diese noch einen zweiten Koffer zu kaufen. Anschließend waren wir noch ein bisschen mit Joanne einkaufen, haben danach Abschiedsfotos im 'english garden' gemacht und am Abend haben wir uns dann mit Marie's Familie im "Gasthaus Gutenberger", dem deutschen Restaurant in Winnipeg, getroffen. Die Nacht hat Marie dann (unerlaubterweise) bei mir verbracht. Von schlafen war alledings nicht groß die Rede. Mein Zimmer war noch voll mit meinen Sachen, Marie und ich saßen jedoch bei Titanic Musik heulend und Arm in Arm auf meinem Bett. Als die Uhr nachts um 3 anzeigte, wusste ich nichtmal, wie viel meine Koffer wiegen würden. Als die Waage später jedoch 25 kg anzeigte, kam Panik auf! Das bedeutete insgesamt 4 kg Übergewicht! Die Koffer wurden wieder geöffnet und Sachen flogen durch die Gegend und anschließen in die Tonne. Zwei Paar Schuhe, eine Hose, mein Englischwörterbuch und einige andere Kleinigkeiten mussten dran denken. Anschließend sind Marie und ich wortwörtlich ins Bett gefallen. Nach 1,5 Stunden klingelte allerdings schon wieder der Wecker und der ganze Stress fing wieder von vorne an. Die letzten Sachen wurden gepackt, das Zimmer aufgeräumt und das Frühstück runtergeschlungen. Danach flossen die ersten Tränen bei meiner Familie und mir. Dennis kam, um sich zu verabschieden und dann wurde auch schon das Auto eingepackt. Letzte Fotos wurden geschossen und dann habe ich zum letzten Mal die Tür geschlossen, mit der Hoffnung, nichts vergessen zu haben.
Am Flughafen angekommen, kam die Angst wieder hoch - meine Koffer sollten gewogen werden und ich wusste bis dahin nicht, ob es passen würde. Der erste zeigte 21,7 kg an und mir viel der größte Stein vom Herzen. Auch der zweite Koffer war okay - 22,7 kg! Kurz darauf, saß ich aufgeregt mit meiner letzten 'french vanilla' (tim hortons) auf einer Bank und wartete auf meinen Flug. Die Zeit flog jedoch nur so dahin und schon ging es los. Ich sollte gemeinsam mit Hannah und Marc fliegen, worüber ich sehr froh war, denn alleien hätte ich das ganz sicher nicht gepackt. Beim Verabschieden flossen nochmal die Tränen, jedoch nicht bei mir. Ich kann nichtmal richtig beschreiben, was ich gefühlt habe, aber ganz bestimmt habe ich nicht realisiert, dass ich in diesem Moment nach Hause fliegen sollte. Es war kaum vorstellbar, wie ein Traum so zu sagen! Es ging durch die Sicherheitskontrolle und dann auch schon ziemlich bald ins Flugzeug. Hannah hat mit meinem Sitznachbar den Platz getauscht, sodass wir glücklicherweise nebeneinander sitzen konnten. Der erste Flug von Winnipeg nach Toronto war relativ kurz, er dauerte gerade einmal 2,5 Stunden, sodass die Zeit sehr schnell um ging. In Toronto mussten wir dann ca. vier Stunden warten, die mit Essen, Skypen und Musik hören verbracht wurden. Aber alleine schon um zu unserem 'gate' zu gelangen, brauchten wir ganze 40 Minuten. Ein riesen Teil dieser Flughafen!!! Als es zum boarding ging, mussten Hannah und ich uns leider trennen, da wir in verschiedenen Abteilen sitzen sollten. Im Flugzeug haben wir dann mit Macht und Gewalt versucht irgendwie die Plätze zu tauschen. Die einen wollten jedoch nicht vom Fenster weg und die anderen sich nicht von ihrer Familie oder von ihren Freunden trennen. Ich sollte ursprünglich an einem Platz sitzen, der weder über einen Bildschirm, noch über eine Steckdose verfügte, da er sich genau am Notausgang, am Anfang des Abteils befand. Letztendlich konnten wir allerdings doch noch tauschen, sodass wir zusammensaßen. Das Essen in '"Air Canada" war zwar mehr oder weniger ekelhaft, aber im Großen und Ganzen war der Flug okay, wenn auch sehr lang. Da unser Flieger Verspätung hatte, wurden die Anschlussflüge per Lautsprecher durchgegeben. In Frankfurt angekommen habe ich dann noch ein Mädchen getroffen, welches mit mir zusammen (so dachten wir zumindest) nach Hamburg fliegen sollte. Wir haben uns also zu unserem durchgegebenen 'gate' begeben und dort gewartet. Als das 'boarding' zur geplanten Zeit und auch zehn Minuten später allerdings nicht losging, wurden wir stutzig. Wir checkten beide noch einmal unsere Flugtickets und stellten mit großem Schock fest, dass Nina ihren Flug schon verpasst hatte. Ich fragte also den Mann, der neben mir saß, wo denn der Flug hingehen würde. Die Antwort lautete: München!! Auch ich bekomme langsam Panik, da mein Flieger in zwanzig Minuten starten sollte und ich mich in einem der größten Flughäfen befand. Ich dachte nur "scheiße, das schaffst du nicht, wie sollst du so schnell dein 'gate' finden? das ist alles so weit entfernt voneinander hier...scheiiiße!!" Ich frage also den nächstbesten Mitarbeiter wohin ich denn jetzt müsste, dieser hatte allerdinsg keine Ahnung. Er gab mir eine Nummer, die ich wählen musste, wo ich dann Gott sei Dank Auskunft erhielt. Nina habe ich dabei total aus den Augen verloren, ich weiß bis heute nicht, ob sie gut angekommen ist. Ich rannte also zu meinem richtigen 'gate', gerade rechtzeitig, ich war eine der letzten, die noch kam. Der Flieger war der kleinste, es gab keinen Bildschirm und man saß teilweise schon halb bei seinem Sitznachbar auf dem Schoß. Meinem Fensterplatz konnte ich kaum genießen, da ich auf der einen Seite einach nur noch hundemüde, auf der anderen Seite jedoch total aufgeregt war. Ich versuchte noch ein bisschen meine Augen zu zu machen, allerdings ging der Flug so schnell um, dass das kaum möglich war. Es war ein wenig komisch, dass alles wieder auf Deutsch war und ich habe der 'stewardess' automatisch auf Englsich geantwortet, sodass sie dachte, ich käme woanders her, glaube ich. Als wir dann gelandet sind, traf es mich wie ein Blitz - ich war zu Hause!!!!! Mir kamen vor Erschöpfung und Freude fast die Tränen und ich wollte nur noch raus aus dem Flieger und rein in die Arme meiner sehnsüchtig wartenden Familie und Freunde. Als ich zur Gepäckausgabe kam, wo schon einige Leute warteten, dachte ich erst, meine Familie wartet am falschen Platz, da ich sie nirgens entdecken konnte. Ich habe erstmal meine beiden Koffer entgegen genommen und dann stand ich da und wusste nicht wohin. Ich wollte schon meine Mum anrufen, jedoch war mein Akku leer. Ich habe dann einfach den nächstbesten Ausgang genommen und da stand sie. Meine ganze Familie und Patrizia und Lynn, das ganze inklusive Plakate. Es war total schön alle nach einem halben Jahr wiederzusehen und in die Arme zu schließen. Es flossen ein paar Tränen und es wurden Fotos geschossen. Dann ging es nach Hause, wo ich dann endlich meinen Guschi wiedersehen sollte. Wir haben noch gegrillt und dann musste ich jedoch Patrizia und Lynn für zwei Stunden rausschmeißen und mich bei meiner Familie entschuldigen, um mich ein wenig schlafen zu legen. Anschließend kamen die beiden wieder und wir haben gemeinsam meine Koffer ausgepackt und geredet. Um 12 Uhr bin ich dann total fertig ins Bett. Was für eine Reise!!!
Hier noch ein paar Bilder von meinen letzten Tagen, der Graduation, und meiner Rückkehr:

Vor der Graduation:)
Marie, Irene, Andrea und ich
Joanne, Bronwyn und Marie
Joanne, Bronwyn, Marie und ich
Joanne
Bronwyn 
Marie
Dennis
Marie
Deutsches Restaurant

Meine letzte Nacht - das totale Chaos!
Marc, Marie, Hannah, ich und Paul
Winnipeg von oben
Wieder zu Hause!:)

Sonntag, 24. Juni 2012

farewell barbeque

Heute hatten wir unsere letzte ISP-Veranstaltung, ein Barbeque im Assiniboine Park.
Das Wetter hat perfekt mitgespielt - Sonne, 26°C und blauer Himmel!:)
Es war total schön, alle nochmal so wieder zusehen, allerdings wird einem so langsam klar, dass man manche von den Menschen, die einem in den letzten 5 Monaten so wichtig geworden sind, nicht so schnell wieder sieht. Dabei hab' ich noch gar nicht wirklich realisiert, dass die Zeit um ist. Es sind gerade mal sieben Tage übrig. Die ersten Abschiedsfeiern sind vorüber, Koffer werden gepackt und morgen fliegen die Ersten schon nach Hause. Unvorstellbar!


Federica und Marie

Minkyul (Sunny)

Andye und Irene

Andye

Marie

Enrico

Eduardo

Ronny

Vittorio


Marie und Hannah



Nach dem Barbeque war ja eigentlich geplant, dass Marie, Hannah und ich zu dem Konzert von Carla Rae Jepsen gehen, leider war es schon relativ spät und im Radio wurde ein Stau angekündigt, sodass wir dann einfach bei mir zu Hause geblieben sind und den Tag im Pool genossen haben.
neidisch? - wär' ich auch:D
Meine Chica's:)

Samstag, 23. Juni 2012

pictures of the red river exhibition

Vor der Fahrt...noch ist Marie glücklich!:p

Man sieht die Vorfreude in Marie's Gesicht?:D

Mit Marie's Gastschwester im Riesenrad:)

Ausblick:)

Ein Teil der Exhibition von oben.

:)

Montag, 18. Juni 2012

Von den United States, über 20 Stunden Examen, bis hin zu vollen Koffern...

Sooo, über eine Woche später finde ich dann auch mal wieder Zeit zu schreiben. Meine letzte Woche war echt stressig, was die Schule angeht! Aber fange ich mal bei letztem Sonntag an...
Morgens gegen 10 Uhr ging es mit Dennis, Joanne und Hannah los in die United States!:)
Bis zur Grenze waren es zwei Stunden. Dort angekommen wurden uns erstmal ein paar Fragen gestellt und da Hannah und ich sowas wie ein Sonderfall waren, mussten wir dann auch noch rein ins Gebäude. Dort
mussten wir dann Fingerabdrücke von jedem einzelnen Finger und eines dieser besonders hübschen Fotos hinterlassen. Danach hieß es noch weitere zwei Stunden Fahrt, bis wir dann an unserem Ziel ankamen.
Das Restaurant, wo wir eigentlich brunchen wollten war weggezogen, sodass wir dann in ein anderes gegangen sind, wo es hauptsächlich Pizza gab'. Amerikanisch halt, aber gut war die Pizza trotzdem.:)
Danach ging es dann endlich zum lang ersehntem Shoppen!!! Leider hatten wir nur ein paar Stunden Zeit, da Hannah und ich Montag wieder in die Schule mussten, aber es war trotzdem ein sehr guter Tag! Vor allem, weil wir beide noch nie dort waren.

Am Montag brach dann meine letzte Schulwoche an....Und auch die stressigste seit ich hier bin. In ELA-GEO fing unser großes "12"-Stunden Examen an...allerdings schon am ersten Tag mussten Minkyul und ich länger bleiben, da es einfach zu viel zu lesen war. Letztendlich kamen wir auf drei Stunden reines lesen. Auch die restlichen Tage des Examens waren nicht besser. Minkyul und ich sind fast durchgedreht, wir haben teilweise schon in Period C angefangen zu schreiben und dann jeden Tag Lunch durchgeschrieben. Wir hatten also kaum Pausen und kamen fast jeden Tag auf 4 oder mehr Stunden. Alles zusammengerechnet haben wir ganze 20 Stunden für das Examen gebraucht, dass von Umweltproblemen gehandelt hat.
Am Freitag hatte ich vorher noch mein Home Economics Examen, sodass ich froh war, dass das Wochenende einbrach. Wobei das auch hieß, dass High School für mich vorbei ist. Am Freitag mussten wir die locker ausräumen und Schlösser abnehmen. Period E wurde mit einem Partysong über die Lautsprecher verabschiedet, welches die Sommerferien ankündigte. War ein bisschen unpassend, da ich noch an meinem Examen saß, aber das hat ja niemanden interessiert.:D Mein ELA und mein GEO Lehrer haben mich total lieb mit einer Umarmung verabschiedet. Wie schon am Anfang erwähnt, hält man hier ein total Freundschaftliches Verhältnis zu seinen Lehrern. Naja, nächste Woche ist jetzt noch Examenwoceh, aber das zählt nicht mehr wirklich als Schule hier. Ich muss nur noch morgen für 'family studies' und Freitag für 'maths' hin...

Ansonsten habe ich während der Woche schonmal meine Wintersachen in den Koffer gepackt. Einer ist jetzt auch schon mit ungefähr 20 kg voll. Ich war so geschockt, weil ich noch so viele Klamotten im Schrank hatte, dass ich gleich probiert habe, ob ich die restlichen Sachen in den zweiten Koffer bekomme....ich bin dann auf 21 kg gekommen. Sollte also alles passen, hoffe ich zumindest. Shoppen ist jetzt auf jeden Fall absolutes Verbot!
Am Freitag nach der Schule habe ich dann noch mit Marie und Hannah endlich den Pool eingeweiht! Sobald ich allerdings so eine Spinne gesehen hatte, war ich auch schon wieder draußen!:D Das Wasser war relativ kalt, aber als Marie und ich am Samstag nochmal drin waren, war es total warm, da den Tag davor ein neuer Heizer eingebaut wurde.

Am Samstag sollte es dann eigentlich mit Hannah, Marie und deren Familie zur "Red River Exhibition" gehen. Das ist so eine Art Rummel mit total vielen Achterbahnen usw. Als ich am Morgen allerdings aufgewacht bin, hat es total geregnet, sodass wir den Trip auf Sonntag verschoben haben. Sonntag morgen war dann auch total schönes Wetter, sodass wir alle Shorts und Ballarinas angezogen haben und dann los sind. Kaum waren wir jedoch eine Stunde da, hat es angefangen zu regnen und leider auch nicht mehr aufgehört. Die Gastschwestern von Marie (5 und 7) hatten nichtmal Jacken mit und auch wir hatten alle nasse Füße, sodass wir beschlossen haben nach Hause zu fahren, um uns umzuziehen. Zu Hause angekommen musste ich also schnell meinen frisch gepackten Koffer in aller Eile wieder auseinander zu rupfen, da ich meine wasserfesten Boots benötigte....Naja so ca. eine Stunde später sind wir dann zurückgefahren und so ziemlich bald hörte es dann auch auf zu regnen. Unsere Heimfahrt hatte allerdings trotzdem was Gutes, da der Boden mit Pfützen übersäht und es relativ kalt war.
Der Tag war aber trotzdem total schön. Wir sind unter Anderem mit der größten reisenden Achterbahn Kanada's gefahren. Dann war da noch so ein Teil, "Starship" genannt, da stand man so an einer Wand und dann hat sich das ganz schnell gedreht, sodass man dann so dagegen gepresst wurde, dass man sich nicht mehr bewegen konnte. Das war total cool. Marie und Hannah ging es leider beiden nicht sonderlich gut, sodass ich am Ende mit Lisa, Marie's Gastmama, die etwas härteren Sachen gefahren bin. Leider hat der Park dann schon eine Stunde zu früh geschlossen.
Achja, Carla Rae Jepsen wurde auf nächsten Samstag verschoben, sodass wir nach dem Abschiedsbarbecue mit unseren Gastfamilien dort vielleicht auch nochmal hingehen!:)








P.S. Fotos von der Exhibition folgen später, da diese sich noch auf Hannah's Kamera befinden.

Samstag, 9. Juni 2012

Farewell Dinner

Am Donnerstag hatten wir unser ISP-Student Abschiedsessen...! Alle vier Schulen des Pembina Trails Schuldistriktes waren da. Wir wurden um 4:30 pm an der Schule abgeholt und sind dann in eine Art Versammlungsraum gefahren. Dort haben wir zuerst ein Spiel gespielt, in dem Fragen über Winnipeg gestellt wurden. Die ersten drei Mannschaften wurden mit einem Preis belohnt. Wir waren leider nicht darunter, aber was soll's!:) Anschließend wurden uns dann Zertifikate überreicht, dass wir das Sprachprogram von Pembina Trails abgeschlossen haben. Nachdem wir noch ein Gruppenfoto geschossen haben, hatten wir ein ukrainisches Abendessen. Leider schwamm mein Essen in eine Fettpfütze, sodass ich es eher weniger genossen und mehr liegen lassen habe. Danach ging dann das große Kanadaflaggen unterschreiben los...Der Boden war übersäht mit Kanadaflaggen und überall hockten die Schüler auf dem Boden. Am Ende gab es noch eine Kanadatorte, die ich leider nicht mehr probieren konnte, da sie schon eingepackt war, als ich davon mitbekommen hatte:D

Gruppenfoto - ISP Students 2012
...mit unseren Zertifikaten...:)
Ihr wisst, was eine unterschriebene Kandaflagge bedeutet...
I DID IT!:))))
Mein Zertifikat
O CANADA!
Ich kann kaum glauben, dass fünf Monate um sind!!!
Manchmal habe ich das Gefühl ich bin gerade erst angekommen. Die letzten Wochen sind nur so dahingerannt und jetzt sind nur noch drei übrig, dabei habe ich eigentlich gerade erst richtig realisiert, dass ich wirklich hier bin. Meine letzten paar Tage sind eigentlich alle so gut wie verplant.
Morgen fahre ich mit Hannah, Dennis und Joanne in die USA. Zwar nur nach Grand Forks (North Dakota) zu einer Shopping Mall, aber U.S. :) soooo excited:)
In den nächsten Tagen will ich endlich unseren Pool einweihen. Letzte Woche hatten wir so gut wie jeden Tag 30°C. Das Wetter hat sich aber gestern wieder verschlechtert. Gerade hatten wir ein Hagelgewitter, bei dem ich dachte, dass das Dach beschädigt wird. Wobei ich gar nichtmal so schlecht liege, Joanne hat mir versichert, dass das hier häufiger vorkommt. Ich hoffe also, dass es nächste Woche besser wird, damit ich dann ein bisschen rumplantschen und mich sonnen kann. :p
Nächsten Samstag gehe ich dann mit Hannah und Marie zur "charleswood exhibition". Das ist so eine Art "Rummel", wohl riesig groß und mit total vielen Achterbahnen. Am Abend ist da noch ein Konzert von Carla Ray Jepsen ("Call me maybe")!
Außerdem fange ich nächsten Montag schon mit meinem 12 Stunden ELA-GEO Examen an. Noch dazu habe ich einen Mathetest und am Freitag dann mein Home Economics Examen. Die Woche danach ist dann die eigentliche Examenwoche, wo ich nocheinmal für Mathe und Family Studies kommen muss. In meiner letzten Woche habe ich soweit ich weiß frei.
Ansonsten fange ich nächste Woche langsam mal an einen meiner Koffer mit Wintersachen vollzupacken, damit ich schonmal weiß, wie viel Platz und Gewicht ich noch so übrig habe (wahrscheinlich eher weniger). Ich träume nachts schon schlecht, vor Angst...:D

P.S. Ich melde mich bald wieder, um zu berichten, was die Waage so angezeit hat!:)

Sonntag, 3. Juni 2012

Grand Beach

Heute war ich mit Joanne am Grand Beach.
Das Wetter war anfangs alles andere als vielversprechend, aber später wurde es echt heiß und ich hab' mich geärgert, dass ich weder kurze Hosen noch meine Sonnenbrille mithatte.
Das Wasser war eigentlich echt warm und es sind auch einige schwimmen gewesen....eigentlich alle anderen, die sich noch am Strand befanden, wobei das nicht sehr viele waren, was besonders schön war.
Dann hab ich noch meine ersten "curled french fries" gegessen!!!!! (wichtiges Ereignis:p)
Nachher gleich kommt noch Dennis zum 'dinner' und danach fahren wir vielleicht noch zu einer der berühmtesten Eisdiele in Winnipeg (wenn ich das richtig verstanden habe) ...EISCREME! Ich muss sagen, ich führe ein gesundes Leben hier...:D



 Rückfahrt:)

 Wetterfront

Mein Wolkenteddybär:)