Sonntag, 26. Februar 2012

Oh mein Gott! Dieses Baby treibt mich zum Wahnsinn!
Die Nacht von Freitag zu Samstag war die erste Hürde. Es schrie drei Mal, jeweils drei Mal hintereinander.
Füttern, Bäuerchen, Windeln.
Und jedes mal gingen ca. 40 Minuten meines wertvollen Schlafes flöten.
Als ich es dann um 10:30 aufgegeben und mich aus meinem Bett erhoben hatte, war natürlich erstmal fünf Stunden nichts.
Dann bin ich mit Andrea und Kelly in den Polo Park gefahren. Die ganze Busfahrt über war es ruhig, doch genau zu dem Zeitpunkt, an dem wir aussteigen wollten, fing es an loszubrüllen. Und zwar wollte es nicht wie sonst gefüttert, sondern frisch gewickelt werden. Ich also noch im Rausgehen das schreiende Baby ausgezogen, was natürlich nur einen Einteiler trug, während alles auf mich guckte. 



Nachdem auch das gemeistert war und wir gerade den Polo Park betreten wollten, fing es wieder an - Hunger.
Und als wäre das nicht genug, ging es gleich nochmal los mit einem Bäuerchen.
Irgendwann fragte mich dann eine Frau, wo ich das Fakebaby denn gekauft hätte?!:D
Ansonsten haben wir noch ein paar Freunde und Bekannte getroffen, die sich herzlich amüsiert haben.


Nun ja, auch auf dem Rückweg im Bus war das Glück nicht ganz auf meiner Seite. Wieder genau als wir aussteigen wollten fing es an zu schreien. Ausgerechnet saßen noch vier andere ISP-Students der Oak Park High School mit uns im Bus. Auch so war der Bus proppenvoll, sodass wir nichtmal einen Platz zum Sitzen hatten.

Wir also wieder raus in die Kälte - Windel wechseln.
Auf dem Weg vom Busstop nach Hause ging es wieder los. Leider waren wir ein bisschen zu schnell und dadurch auch zu grob. Dann ging es erst richtig los!
Am Abend heulte es dann 40 Minuten am Stück. Es gab nichts, was es beruhigen konnte. Ich war so fertig. Jedoch auch die Nacht von Samstag auf Montag schrie es drei Mal.
Als ich dann heute morgen aufgestanden bin und duschen wollte, fing es natürlich genau an, als ich unter der Dusche stand. Passend.
Als ich dann heute erneut in den Polo Park musste (diesmal nur mit Kelly) blieb mir das Ganze aber Gott sei Dank verschont. Nichts. Es grenzte an ein Wunder.
Dafür habe ich dann aber meinen Lieblingsschal verloren://
Kaum zu Hause angekommen ging es jedoch wieder los. Gerade habe ich wieder 40 Minuten Geschrei hinter mir.
Nun ist es aber glaube ich ausgeschaltet (hoffe ich zumindest), da ich ja morgen wieder Schule habe.
Gott sei Dank!

Freitag, 24. Februar 2012

Das Leben als Mami! :D

Heute habe ich das Baby bekommen. Finn!:D


Nach der Schule bin ich mit ihm dann zu Marie gefahren, um den Nachmittag mit ihr zu verbringen.
Nachdem das Baby um ca. 17 Uhr dann "anging", fing es auch gleich an Babygeräusche von sich zu geben. Man kann es atmen, lachen und ich glaube sogar pupsen hören. :D
Um ca. 17:30 fing es dann das erste Mal an zu schreien - es war hungrig.


Als ich dann nach 10 Minuten dachte, ich hätte es geschafft, fing es gleich wieder von vorne an - Bäuerchen.
Doch auch als das nach ungefähr 11 Minuten geschafft war, musste ich nochmal ran, um die Windeln zu wechseln.
Dann hatte ich erstmal 2 Stunden Ruhe, bis das ganze dann von vorne losging.
Ich hoffe, das läuft nicht alle 2 Stunden so, dann habe ich nämlich nicht sonderlich viel Schlaf.
Wobei uns die Lehrer garantiert haben, dass es in der Nacht schreien wird - ein Traum!
Ich meine, wen stört's mal eben den Schlaf für 30 Minuten zu unterbrechen?!
Nun ja, hoffen wir das beste für die Nacht!:)


P.S.: Mein Leben macht übrigens seit heute morgen wieder mehr Sinn!:p


Mittwoch, 22. Februar 2012

Und hier mal wieder eine Liste seltsamer Dinge:
1. Die Leute wechseln täglich ihr Handtuch und wöchentlich ihre Bettwäsche.
2. Nicht nur die ISP-Students, sondern auch die kanadischen Schüler sind hauptsächlich selbst für ihre Wäsche verantwortlich.
3. Zu Beginn der 'Periode C' werden alle Geburstage des Tages und weitere, wichtige Informationen durch die Lautsprecher an alle Schüler weitergegeben.
4. Viele Mädels tragen im Winter (bei -10°C) ernsthaft Ballarinas!
5. Andere Schüler wechseln ihre Schuhe in der Schule - warum auch immer!?
6. Wenn am Anfang der 'Period A' die Hymne gespielt wird, muss jeder dort stehen bleiben, wo er sich befindet, egal wie spät er dran ist.
7. Wenn ein Schüler zu spät kommt, muss er klopfen und warten, bis der Lehrer die Tür aufmacht.
8. Die Schüler besitzen alle einen sogenannten Binder, in dem sie alles aufbewahren. So habe ich auch noch niemanden gesehen, der eine Federtasche verwendet.
9. Hausaufgaben kann man machen oder nicht. Eigentlich kein Lehrer vergleicht sie, es sei denn, man hat eine Frage.
10. Jeder hat einen anderen Taschenrechner, sodass wir teilweise die Hälfte der Mathestunde damit verbringen, rauszufinden, wie was auf welchem Taschenrechner funktioniert.
11. Oft tragen die Mädels irgendwelche löchrigen, ultradurchsichtigen, bauchfreien Oberteile, bei denen man den BH und alles andere komplett sehen kann.
12. Jeans sind ein selten gesehenes Objekt.
13. In den meisten 'classes' ist es nicht erlaubt mit Kugelschreibe oder Füller zu schreiben. Man muss dann einen 'pencil' verwenden. So habe ich in meinem Mathetest Punkteabzug bekommen, weil ich meinen Kugelschreiber verwendet habe.
14. Wenn wir in Mathe mit Dreiecken arbeiten, ist die Beschriftung total egal. So haben wir beim Thema Trigonometrie auch nicht bei "sinus", "cosinus", "tangens" alpha UND beta, sondern nur sinus, cosinus und tangens.
15. In der Bücherei kannst du alles bekommen, von Twilight bis hin zu allen Biografien oder Sciencefictionsachen, jedoch keine normalen Schulbücher, wie ein Mathebuch oder ein Geschichtsbuch.
16. Die sogenannten 'textbooks', die man eventuell für den Unterricht braucht, leiht man sich beim Lehrer aus.
17. Überall in der Schule findet man Mikrowellen, um sich sein Essen aufzuwärmen.
18. Vor Beginn (oder auch im Laufe) der Stunde holen mindestens zwei Schüler ihr Handy inklusive Aufladekabel aus ihrer Tasche und laden mal eben so während dem Unterricht ihre Geräte auf. - strange!:D

Sonntag, 19. Februar 2012

Oh man. In den letzten Tagen ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Am Freitag waren meine Gastschwestern und ich mit Marina im Kino verabredet, um 'The vow' ("Für immer Liebe") zu sehen. Da die Vorstellung um 20:20 jedoch ausverkauft war, mussten wir in die um 22:55 gehen. Wir hatten also ca. 3 Stunden, bis der Film startete.
Als der Film dann zu Ende war sind wir so schnell wie möglich zur Bushaltestelle gerannt, da wir dachten, wir würden den letzten Bus nicht mehr kriegen. Es kam jedoch noch einer um 1:15, sodass wir erst 1:45 zu Hause waren.
Am Samstag war dann Snowshoeing angesagt.




Ich bin natürlich gleich am Anfang zweimal hingeflogen. Zur Belustigung der Anderen versteht sich.:D
Nachdem wir wieder in der Schule angekommen waren, haben wir ein paar Freunde nach Hause eingeladen.
Marie und Federica sind gleich mitgekommen. Marc (Deutschland), Eduardo (Brasilien), Ronny (Taiwan), Can/Cam/Com, wie auch immer, (China) und Jaspar (Deutschland) sind später noch nachgekommen.
Den Film hat niemand wirklich gesehen, also haben wir ihn irgendwann ausgeschaltet und sind hoch ins Wohnzimmer und haben da ein bisschen rumgegammelt und später noch Schokolade gemacht.
Um ca. halb drei haben wir dann unseren letzten Gast noch schnell zur Bushaltestelle gebracht und sind dann ins Bett.

Heute morgen musste ich dann relativ früh aufstehen, da ich zum Skypen verabredet war.
Am Nachmittag hat meine Gastmutter uns dann ein bisschen durch die Gegend gefahren, damit ich alles ein bisschen besser kennenlernen kann.
Als wir wieder zu Hause waren und das Abendessen gerade hinter uns hatten, kam dann die Frage auf: "Wo ist Rexy?" - Er ist der Hund vom Bruder meiner Gastmutter, welcher gerade für eine Woche im Urlaub ist, sodass wir auf Rexy aufpassen sollten.
Wir haben also im ganzen Haus gesucht - nichts.
Wir haben den ganzen Garten durchforstet - nichts.
Wir also alle panisch die Jacken ausgezogen, Taschenlampen und Handschuhe an.
Im Rausgehen meinte ich noch: "Seine Spielsachen und sein Bett sind weg."  - keine Antwort.
Wir also eine Stunde durch die Gegend gelaufen, Rexy's Namen gerufen, bei Nachbarn geklingelt, in allen Tierheimen angerufen - nichts.
Wir wieder alle nach Hause. Ich wieder: "Seine Sachen fehlen."
Wir also David (Herrchen) angerufen - nichts.
Keine Antwort. Keine Chance.
Wir wieder zu seinem Haus - sein Auto nicht da, Licht nicht an.
Naja, nachdem wir dann die Oma angerufen hatten, stellte sich heraus, dass er schon heute Nacht wiedergekommen ist, um sich irgendein Sportspiel anzugucken.
Was ein Trubel um nichts.
Die ganze Nachbarschaft denkt jetzt, wir wären verrückt und nicht fähig genug auf einen Hund aufzupassen, aber was soll's.;D

P.S. Ich hab ja davon gehört, dass die Leute hier sogar mit Schlafanzug zur Schule gehen, aber richtig glauben konnte ich es nie. Freitag war es jedoch so weit. Ein Mädchen in Schlafanzughose in meinem 'family studies' Kurs kam ernsthaft mit Schlafanzughose zum Unterricht. 'weird' :D

Donnerstag, 16. Februar 2012

Dies & Das

In 'family studies' hat unsere Lehrerin heute das Baby mitgebracht.
Als es dann nach ca. 40 Minuten endlich anfing zu schreien, hat sie einen sie einen Zettel gezogen, auf dem natürlich glatt mein Name draufstand. Ich musste also vor die Klasse treten, das Baby aus der Trage nehmen und die verschiedenen Dinge durchprobieren, bis ich das gefunden habe, was das Baby wollte.
Ich also panisch das Baby rausgehoben (man hat nur 2 Minute Zeit), Flasche probiert - falsch.
Die ganze Klasse lachte.
Als zweites habe ich dann die Windel gewechselt, was Gott sei Dank das richtige war. Das Baby hörte auf zu schreien und ich durfte mich endlich wieder hinsetzen. Peinlich!
Naja, nächsten Freitag bekomme ich das Baby dann für ein ganzes Wochenende. Auf Wunsch meiner Gastschwestern wird es ein weißer Junge. Wir nennen in wahrscheinlich 'Eduardo', aber wir sind uns nicht noch ganz einig. In einem Punkt sind wir uns auf jeden Fall sicher: Wir gehen mit ihm shoppen!:D
Die beiden Tests, die ich heute geschrieben habe, konnte ich ohne lernen in 2 Minuten schreiben und auch die Praxis- und Theorietests, die wir bisher in Home Economics haben, habe ich alle mit voller Punktzahl oder einem Fehler geschafft. So einfach hier!
Nach der Schule war ich dann mit Andrea und Kelly in Unicity, um dort eine Skihose für das Wochende zu kaufen, da wir am Samstag mit allen anderen ISP-Students zum 'snowshoeing' gehen.
Morgen nach der Schule werde ich dann mit den beiden und Marie (Österreich) in den Fitnessraum der Schule gehen und ein bisschen Sport machen. Anschließend fahren wir alle zu Marie und backen Muffins, um diese dann mit ins Kino zu nehmen, wo wir uns noch mit Marina (Brasilien) und Frederica (Italien) treffen und "Für immer Liebe" gucken.
Montag habe ich dann frei, irgendein Feiertag oder so, und wir fahren (wieder mit Marie) nach Osbourne und gehen dort ein bisschen bummeln.
Die Party, zu der wir am Samstag gehen wollten, fällt leider aus. Schade drum!
Naja, ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ich bin einfach froh, wenn Wochenende und somit auch wieder Sykpingtime ist!:D

Dienstag, 14. Februar 2012

Valentinstag und weitere Dinge

Valentinstag nehmen die Leute hier sehr ernst.
Alle sind aufgeregt und es ist seit Tagen DAS Gesprächsthema Nummer 1 in der Schule.
Die ganze Schule ist mit Herzen geschmückt und jeder hat irgendwelche Geschenke mit.
So habe ich heute Herzkekse und ein wenig Süßes inklusive Briefchen bekommen. So süß!:)
Bei einer Freundin kommen sogar extra die Großeltern mit Geschenken zum Familienessen vorbei. Verrückt!:D
In den 'stores' und Einkaufsmalls gibt es ganze Abteile mit Valentinstagsachen.
So gab es heute Abend bei uns Herzpizza (!?). Ich wusste nichtmal, dass es sowas gibt!:D:D

Ein paar weitere nennenswerte Dinge:
1. Die Umkleidekabinen in den Geschäften sind abgeschlossen. Zusätzlich gibt es Karten, die angeben, wie viele Kleidungsstücke man mitnimmt. Ist also wahrscheinlich der sicherste Ort in Winnipeg, wenn man bedenkt, dass Winnipeg auf Platz 1 der Städte ist, in denen die meisten Morde passieren (Gott sei Dank nicht in der Umgebung, wo ich lebe).
2. Man darf keine Fotos machen, wenn man etwas anprobiert.
3. Mit den Lehrern pflegt man hier eher eine freundschaftliche Beziehung. Trifft man sich, bleibt man stehen, fragt, wie es einem geht, wie der Tag war und was die Pläne für den Tag sind. 'weird':D
4. Es gibt zwar nicht direkt mündliche Beteiligung, da alle immer in die Klasse reinrufen, aber man schreibt sehr viele Quizzes und Tests. So habe ich heute einen Mathetest geschrieben und schreibe Donnerstag gleich den nächsten. Und auch in 'home economics' schreibe ich am Donnerstag den dritten Test, obwohl ich gerademal die zweite Woche Schule habe.
5. Ich habe pro Woche 680 Minuten Erdkunde, da Englisch und Erdkunde zusammenhängen und ich halt jeden Tag eine Doppelstunde habe! Wenn ich schon dran denke wird mir ganz schlecht!:D
6. Schule im Allgemeinen ist super leicht hier, wie ich ja schon das ein oder andere Mal erwähnt habe. Die Schüler lernen hier in der Schule lange nicht so viel, wie wir in Deutschland.
In Französisch haben sie hier gerade 'passé composé', was ich im ersten Jahr Französisch, also vor 3 Jahren gelernt habe. In Mathe machen wir gerade 'prime factorization'. Wir müssen zum Beispiel gucken, welche Zahlen in die Zahl 12 passen und sie dann so oft teilen, dass nur noch Primzahlen übrig bleiben. Das konnte ich in der 5. Klasse, also vor fünf Jahren.
...und in Erdkunde haben wir letzten Freitag ernsthaft ein Arbeitsblatt bekommen, wo sie ausschließlich wissen wollten, wo der Äquator liegt, wo der Nord- und wo der Südpol. Unser Erdkundelehrer ist zwar einer meiner Favoriten, aber seine Meinung ist, heutzutage geht alles mit GPS, also braucht kaum jemand Karten. Die Schüler haben in der 10.Klasse also zum ersten Mal richtig mit einer Karte gearbeitet, falls sie sie dann doch jemals brauchen sollten.
Kaum zu glauben!:o

Sonntag, 12. Februar 2012

Das kommt also dabei raus, wenn man versucht einer Mexikanerin Deutsch beizubringen:
ains, tsbae, trae, fia, funf, seix, sibm, agt, noen, tsien.
Soo cute!:D

P.S.: Für die, die es nicht verstanden haben sollten, es sind die Zahlen von 1-10!:p

Freitag, 10. Februar 2012

Was man alles so erfährt durch die verschiedenen Kulturen, die aufeinander treffen!
So erzählte mir ein Mädchen aus Korea heute, dass die Schule dort morgens um 7:25 anfängt und abends um 23:30 endet! Sie essen also Frühstück, Mittag und Abendessen dort.
Ferien haben sie gar nicht, bzw. müssen sie in den Ferien auch zur Schule, nur nicht ganz so lange und auch am Wochenende haben sie bis nachmittags Schule!
Auch Kelly (China) erzählte mir von ihrem Schultag.
Er beginnt morgens um 7:30 und endet 17:00. Abhängend von der Klassenstufe müssen sie auch am Wochenende in die Schule! Wie hart!

Auch sonst war der Tag relativ interessant.
Ich habe erfahren, dass ich am Wochenende vom 24. Februar "das Baby" mit nach Hause bekommen werde. Und zwar gehört das zum Fach 'family studies' (das ich jetzt anstatt 'modern dance' habe, da das gar nichts für mich war) und man bekommt für ein Wochende ein Baby, das schreit, auf den Arm genommen werden will, Nahrung zu sich nehmen muss und wessen Kleidung gewechselt werden muss. Wie ein echtes Baby also. Ich bin gespannt und werde berichten!:D

Mein Schultag heute war mal wieder sehr lang!
Nach Schulschluss mussten Andye, Kelly und ich noch auf unsere 'hostmum' warten, die uns von der Schule abholen sollte. Wären wir nämlich mit dem Bus gefahren, hätten wir von der Bushaltestelle bis nach Hause noch 10 Minuten gehen müssen, was bei den Temperaturen nicht zu empfehlen ist!
Wir hatten heute Nacht -48°C und auch die -29°C tagsüber (gefühlt wie -40°C) waren nicht unbedingt angenehm.
Nächsten Dienstag werde ich einen Mathetest schreiben, wobei die eigentiche Herausforderung jedoch im Englischen liegt.

Morgen kommen ein paar andere International Students zu uns ins Haus.
Marina aus Brasilien, Marie aus Österreich, Sunny aus Korea, Frederica aus Italien, Andrea aus Mexiko, Kelly aus China, Bronwyn aus Kanada und ich aus Deutschland! (und vielleicht noch ein paar andere. ;D)
Das kann eigentlich nur geil werden!:D
Wir werden Pizza nach Anweisungen von Frederica backen und hoffen, dass sie dann schmeckt!:D

Donnerstag, 9. Februar 2012

So fertig! Diese langen Schultage machen ein' echt fertig!
Man ist jeden Tag erst um 16 Uhr zu Hause und dann ist man viel zu fertig, um überhaupt noch irgendetwas zu unternehmen.
Die Schule an sich ist dafür meeega einfach! Den Stoff, den wir in Mathe das Jahr durchnehmen werden, hatte ich schon vor 3-4 Jahren in Deutschland! Vielleicht werde ich in die 11.Matheklasse wechseln. Allgemein habe ich nicht wirklich das Gefühl, als würde ich in der Schule irgendetwas lernen, außer Englisch!
Ich habe heute ernsthaft gelernt, wo der Äquator liegt, was Längen- und Breitengrade sind und wie man wo, was finden kann auf der Weltkarte. Ich meine mal ehrlich, das kann doch nicht sein?!
Das war dann auch so ziemlich das einzige, was ich heute in 'English Language Arts' und Erdkunde (zusammenhängende Fächer) gelernt habe, da wir dann von der "Filmklasse" abgeholt wurden, die weitere Darsteller für ihren Film brauchten.
Wir also alle in die Sporthalle, wo ein ansehnliches Equipment aufgebaut war mit Kamerateams und allem drum und dran! Die Schüler hatten alle Aufgaben, wie Maske, Anweisungen, Darsteller usw.
Wir mussten uns also nur zwei Stunden auf die Tribüne setzen, begeistert in die Hände klatschen, schreien und so tun als würden wir die "Spieler" anfeuern! Ich hatte leider den ungünstigsten Platz, neben fünf Jungs (ohne T-Shirt muss ich dazu sagen!:D), die die Rolle SEHR ernst genommen haben und dabei scheinbar nicht so ganz auf ihre Sitznachbarn geachtet haben.

P.S. WICHTIGSTE ENTDECKUNG: Es gibt hier Nutella!:D

Dienstag, 7. Februar 2012

Hier ein paar weitere, interessante Erkenntnisse!
1. Alle Frauen, und ich meine wirklich alle (ausgenommen von mir:D), tragen ausschließlich abgeblätterten Nagellack. Zumindest habe ich noch niemanden gesehen, bei dem das nicht der Fall war.
2. Sobald die "Schulklingel" (eher ein Piepen) läutet, rennen alle Schüler aus dem Raum, egal, ob der Lehrer gerade etwas sagt oder nicht.
3. Es ist erlaubt im Unterricht Musik zu hören, zu essen, zu trinken oder Kaugummi zu kauen. Bis Anfang diesen Semesters war es sogar erlaubt während des Unterrichts zu telefonieren oder SMS zu schreiben.
4. Kurz vor der ersten Stunde wird die Hymne gespielt und alle Schüler müssen sich erheben.
5. Jeder, den ich bis jetzt gesehen habe (wieder ausgenommen von mir:D), hat entweder ein Blackberry oder ein IPhone.
6. Eine Unterrichtsstunde dauert (an meiner Schule) 68 Minuten und wir haben genau 4 Minuten Pause, was gerade nach Sport viel zu kurz ist, da man seine Kleidung wechseln muss.
7. In der Sporthalle, sowie im Fitnessraum läuft laute Partymusik.
8. Auch, wenn noch so viel erlaubt ist, kann man in der Schule nicht zu Facebook, da diese Seite für alle Schüler gesperrt wurde.

Montag, 6. Februar 2012

Heute war mein erster richtiger Schultag!
Selbstverständlich hatte ich gleich am ersten Tag mein 'lock' für den 'locker' vergessen.
Für den 'changing room' konnte ich mir dann den 'locker' inklusive 'lock' von meinen Gastschwestern leihen. Bis ich jedoch das Schloss aufbekommen hab' vergingen Stunden!:D
Meine erste Stunde - Tanzen - verlief relativ unspannend. Wir haben bloß ein paar Regeln besprochen und einander vorgestellt.
In der zweiten Stunde trafen sich dann alle 1.000 Schüler im 'gym', um dort eine Präsentation zu verfolgen. Empfangen wurden wir mit lauter Partymusik, was meiner Meinung nach sehr ungewöhnlich für eine Schule ist.:D Als die Vorstellung zu Ende war, blieben nur noch 10 Minuten Mathe, in denen nicht sonderlich viel passierte.
Als nächstes hatte ich 'home economics'! Das Ganze fing mit einem Quiz an. Da sich unser erstes Themengebiet um das Nähen handelte, sollten wir einige Dinge erraten. Blöd nur, wenn man keine englischen Namen von irgendwelche Nähutensilien weiß.
Während der Stunde mussten einige Schüler den Raum verlassen, weil sie sich mit irgendwelchen Dingen abwarfen und die ganze Zeit den Unterricht störten! Nervig!
In der 'lunch time', die dann folgte, wartete das nächste Problem auf mich. Wie finde ich zu meinem 'locker' und somit auch zu dem Treffpunkt, den ich mit einigen Leuten ausgemacht hatte?
Ich also drei Mal durch die ganze Schule gelaufen, bis ich endlich dort ankam!
Meine letzten beiden Stunden waren dann einfach nur 'boring'. Englisch und Erdkunde - zusammenhängend. Sprich wir machen in jeder Stunde ein bisschen von beiden und müssen somit beide Fächer nehmen. Von dem Englisch habe ich herzlich wenig verstanden und ich werde versuchen den Kurs zu wechseln. Man muss sich das vorstellen, wie den Deutschunterricht zu Hause. Es wird vorausgesetzt, dass du jede Vokabel und Grammatik beherrscht. Das Problem bei der ganzen Sache ist nur, dass es keinen leichteren Englischkurs gibt. Ich werde wohl zu etwas Anderem umsteigen.
Gleich nach der Schule bin ich mit Marie, einem Mädchen aus Wien, in den Polo Park, ein großes Shoppingcenter, gefahren. Erst haben wir ein paar Schulsachen (alles mega 'expensive') besorgt und dann sind wir durch die verschiedensten 'stores', wie z.B. Holister, Gap, Garage, American Eagle - um nur einige zu nennen.
Nun, mal sehen, was der nächste Tag bringt!:)

Freitag, 3. Februar 2012

Mein neuer Stundenplan!

1. Modern Dance
2. Math
3. Home Economics
LUNCH
4. English Language Arts
5. Geo Issues 21st Century

Hier die ersten Dinge, die mich auf den ersten Blick so sehr verwundert haben.

1. Eigentlich alles, was du kaufst, seien es Hygieneartikel oder Lebensmittel, erhälst Du in 'big size'.
2. Alles - und ich meine wirklich ALLES was du an Hygieneartikeln kaufst ist teuer! Als ich gestern zum ersten Mal in der Drogerie waren, bin ich fast hinten über gekippt! Du kannst also froh sein, wenn ein Shampoo runtergesetzt ist und nur noch 7 Dollar kostet.
3. Die Leute steigen beim Bus ausschließlich vorne aus und danken dem Busfahrer für's Mitnehmen.
4. Betreten die Leute ein Geschäft, ist das Erste, was sie tun, den Verkäufer zu fragen, wie es ihm geht.
5. Du erhälst in diesem Land scheinbar kein Sprühdeo.
6. Das Wasser, welches aus dem Wasserhahn kommt, riecht und schmeckt grundsätzlich nach Chlor.
7. Die Haustüren werden mit einer Art Code geöffnet.
8. Die Hausnummern landen schnell mal in den 9.000!
9. An den Bushaltestellen in Winnipeg gibt es beheizte Sitzbänke.
10. Die Autos sind an Steckdosen angeschlossen, damit sie nicht einfrieren.
11. Auf alles, was man kauft, wird am Ende eine bestimmte Summe an Steuern aufgerechnet, welche nicht im vorgegebenen Preis enthalten ist, das heißt alles, was sowieso schon teuer ist, wird noch einmal teurer.
12. Die Leute scheinen hier nur alle paar Wochen einkaufen zu gehen. So sagte Joanne gestern Abend: 'I won't go shopping for the next couple weeks.'!
13. Alles, was die Menschen hier in die Finger bekommen, wird in den 'freezer' gesteckt.
14. Während ich mir bei gerade aml -4°C alles mögliche abfriere und meine Wimpern fast einfrieren, rennen die Leute hier teilweise im Sweatshirt rum. Sie haben ein grundverschiedenes Kälteempfinden. Mir kommt es derweil ernsthaft vor als hätten wir -30°C. Also mal sehen, wie es heute wird, denn wir haben inzwischen -10°C und eine große Menge an Schnee.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Es ist wohl soweit. Die erste Welle von Heimweh hat mich überrant. Und zwar volle Kanne!
Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen Satz jemals sage, aber ich freue mich unendlich auf die Schule!
Endlich etwas zu tun. Die letzten Tage war ich eigentlich hauptsächlich alleine. Okay, dadurch dass ich krank bin, kann ich nicht so viel machen, aber blöd ist es trotzdem. Man hat viel zu viel Zeit um Heimweh zu haben.
Morgen habe ich erstmal ein Pflichttreffen in der Schule. Dann treffe ich wenigstens schon mal auf ein paar andere 'International Students'.
Ansonsten werde ich sehen was die nächsten Tage bringen. Am Samstag werde ich ersteinmal mit meiner Familie skypen und am Dienstag geht endlich die Schule los!

Mittwoch, 1. Februar 2012

Gestern, meinen ersten richtigen Tag, habe ich mehr oder weniger entspannt verbracht.
Vormittags war ich am PC und habe ein wenig geskypet, nebenbei mit "Sexy Rexy", dem Hund, der ab und zu zu Besuch kommt gekuschelt und ein wenig Zeit mit Bronwyn verbracht.
Am Nachmittag sind wir beide dann zu Rogers, einem Elektronikgeschäft gefahren, um eine Simkarte für mich zu besorgen. Kaum war ich wieder zu Hause habe ich mich jedoch wieder hingelegt, weil ich so erschöpft war.
Irgendwann am Abend hat Joanne mich dann geweckt - ihr Freund Dennis war zu Besuch.
Ich also vollkommen verschlafen in die Küche. Wir haben uns dann zusammen in den 'living room' gesetzt und ein bisschen geschnackt. Er kann sogar ein wenig Deutsch sprechen, was mich sehr erstaunt hat. Außerdem hat er einen tollen Humor und er ist einfach super nett, sodass man ihn einfach gern haben muss.
Zum 'dinner' gab es dann 'burger' und 'french fries'. Aber auch nach dem Dinner bin ich sofort wieder ins Bett, um weiter zu schlafen!:D
...heute Nacht bin ich dann um ca. 5 Uhr morgens mit starken Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber aufgewacht. Eigentlich wollte ich heute mit Andrea und Kelly zusammen in eine Shoppingmall fahren, um dort Sportschuhe zu kaufen und anschließend wollten wir in ein Fitnessstudio, in dem wir durch Joanne alle Mitglieder sind, um dort ein bisschen schwimmen zu gehen. Das fällt für mich wohl ins Wasser! :/
Stattdessen heißt es jetzt schlafen, schlafen schlafen und hoffen, dass ich bis spätestens Freitag wieder gesund bin, denn dann hab ich ein Pflichttreffen in der Schule, wo alle International Students noch einmal anwesend sein werden, um ihre 'classes' zu wählen und die Schule kennenzulernen.